Die 3-Dimensionale-Retül Vermessung ist derzeit die einzige
Methode, den Fahrer in Echtzeit während der Fahrt in einem
bestimmten Leistungsbereich zu vermessen. Damit kann eine
Analyse über einen selbst definierten Zeitraum hinweg
millimetergenau durchgeführt werden.
Das Retül-System arbeitet mit drei parallel laufenden Infrarot-
Kameras mit weitem Sichtfeld. Bei herkömmlichen Videosystemen
entstehen bereits hier erhebliche Ungenauigkeiten,
da die Videokameras ein sehr viel schmäleres Sichtfeld
haben.
Dynamische Erfassung sämlicher relevanter Körperwinkel über Infraroterfassung und autommatische Berechnung des Durchschnittswertes über einen vorausgewählten Zeitraum
Der Fahrer wird zunächst auf Beweglichkeit und muskuläre
Dysbalancen hin untersucht, denn ein entsprechendes
Ungleichgewicht kann sich auf den gesamten Bewegungsapparat
auswirken und vielerlei Probleme mit sich bringen
(Fehlbelastungen, Ausgleichbewegungen, etc.). Sollten hier
mittlere bis starke Abweichungen festzustellen sein, sollte
diesen durch den Physiotherapeuten nachgegangen werden.
Erst im Zusammenspiel mit dem Physiotherapeuten kann
eine sinnvolle Einstellung „Maschine-Sportler“ vorgenommen
werden.
Die anschließenden Messungen erfolgen in dem Leistungsbereich
des Fahrers, der optimiert werden soll. Die Messpunkte
werden direkt auf dem Körper positioniert und vom System
genau erfasst (vergleichbar mit einer GPS-Peilung). Der vordefinierte
Zeitraum kann von 15 Sekunden bis über mehrere
Minuten dauern. Die Software errechnet den Durchschnittswert
aller relevanten Körperwinkel der aufgezeichneten
Sequenz. Mit dieser Art der Messung bekommt man derzeit
die genaueste Aussage über die Position des Fahrers und
damit auch die Grundlage zu deren Optimierung.
Gemessene Kniebewegung; seitliche Abweichung und Darstellung der Parallelität vor (li) und nach (li) der Sitzpositions-Einstellung
Die Kontaktstelle Fuß/Radschuh/Pedale ist hauptverantwortlich für die Kraftübertragung und
damit für den Vortrieb des gesamten Rades. Deswegen ist es sowohl aus Leistungs- als auch aus
Komfortgedanken sinnvoll, den Fuß in eine möglichst optimale Position zu bringen. Da aber
jeder Fuß individuell verschieden ist, können Standard-Radschuhe den Fuß nur eingeschränkt
unterstützen. Wer kennt nicht die typischen Beschwerden wie Fußbrennen oder taube Zehen,
die vor allem durch punktuelle Überlastungen (bedingt durch die Klickpedale) entstehen.
Individuelle Druckmessungen im Radschuh zeigen in der Dynamik die speziellen
Überlastungspunkte an. Diese können analysiert und durch die Anfertigung einer
maßgefertigten Einlage entlastet werden.
Darstellung der einzelnen Fußdruckzonen um die Belastungsbereiche heraus zu filtern. Ebenfalls wird die Summe aller Fußdruckzonen gebildet,
so kann genau der Unterschied des Druckes vom rechten zum linken Fuß ermittelt werden (siehe unten)
Darstellung des genauen Druck-/Kraftverlaufs vom linken und rechten Fuß. Diese Dybalancen können verschiedene Ursachen haben, die wir Ihnen gerne näher erläutern.
Die Einlage sorgt für eine bessere Druckverteilung und optimiert die Kraftübertragung auf das
Pedal. Asymmetrien zwischen rechts und links können ebenfalls minimiert werden. So wird die
Gesamtleistung gesteigert und Fußbeschwerden gehören der Vergangenheit an.
Die maßgefertigten Einlagen sind für jeden Radschuh und Pedaltyp geeignet. Als Grundlage für
die Konstruktion dienen Messungen, die dynamisch auf dem eigenen Rad durchgeführt werden.
Darstellung belasteter Flächen in Echtzeit und Zeitlupe
Ermittlung des Verlaufs der Kraftangriffspunkte
Kraftvergleich des linken und rechten Fußes (Gesamtkraft, aber auch jede einzelne
Fußzone)
Darstellung des Kraftkurvenverlauf zur Feststellung des „runden Tritts“, der Entlastungsbzw.
Belastungsphase und der Maximalkraft
Feststellung des Kraftverlaufs in Abhängigkeit er Kurbelstellung (wichtig zur richtigen
Einstellung von ovalen Kettenblättern, wie z.B. ROTOR)
Starke Fehlbelastung am linken Fuß, außerhalb der Pedalachse, d.h. Normalkraft wirkt nicht unmittelbar und verursacht zudem Taubheitsgefühle
Satteldruckbild mit Verteilung der Druckzonen
(belastete Druckstelle auf der rechten Seite - roter Bereich)
Beim Sitzen auf einem Fahrradsattel muss ein Großteil des Körpergewichts von einer relativ
kleinen Fläche auf dem Sattel getragen werden. Dabei treten in Abhängigkeit der Anatomie des
Fahrers sowie der Form und Beschaffenheit des Sattels hohe Druckwerte auf, welche nach
längerem Fahren zu Beschwerden führen können.
Es stellt sich daher die Frage: Wie sollte ein Sattel beschaffen sein, um hohe Druckbelastungen
zu vermeiden?
Zur Beantwortung dieser Frage müssen die unterschiedlichen anatomischen Voraussetzungen,
beispielsweise der Beckenknochen und die damit verbundenen unterschiedlichen
Druckbelastungen ermittelt werden. Dasselbe gilt sowohl für die Höhe des Drucks als auch für
die Stelle, an der die Druckspitzen auftreten. Aus diesem Grund ist das individuelle Messen des
Drucks zwischen Gesäß und Sattel sinnvoll, um die Anforderungen an einen Sattel definieren zu
können.
Durch unsere Messungen kann die Druckbelastung individuell ermittelt werden. Das
Messsystem besteht aus einer dünnen, flexiblen Matte, auf der ca. 60 Sensoren positioniert
sind. Die ermittelten Daten werden per Funk direkt an den PC übertragen, so dass Messungen
auf einem Rollentrainer stattfinden können.
Die Matte wird auf dem Sattel fixiert, und der Fahrer kann sich ohne Beeinflussung des
Fahrverhaltens darauf setzen. So kann die Druckverteilung auf dem Sattel statisch und
dynamisch – also während der Fahrt – gemessen werden. Über eine Farbskalierung wird die
Belastungsverteilung in einzelnen Zonen graphisch dargestellt.
Messung der Druckverteilung in verschiedenen Sitzpositionen und Lenkerhaltungen
Vergleich verschiedener Sattelmodelle
Darstellung der Druckmesswerte als Farbcode oder 3-dimensionales Druckgebirge
Analysefunktion zur Bestimmung von Asymmetrien und Be- und Entlastungsphasen
Farbausdruck eines kompletten Reports (inklusive Druckmesswerten und Sattelposition)
Vergleich der Druckverteilung vor (li) und nach (re) der Sitzpositionseinstellung (selber Sattel)
(Kraftangriffspunkte konnte umverteilt werden, somit wurde dieser Bereich deutlich entlastet
(auf ca. die Hälfte des ursprünglichen Drucks) Die neue Kraftkurve (grün) im unteren Teil des Bildes zeigt eine durchgehende Minderung des Drucks
Eine genau auf Ihr Tretverhalten abgestimmte Einstellung des Pedalsystems bzw. einer individuelle Justage und Ausrichtung der Pedalplatte.
Dieses System komplettiert die Winkeleinstellung der Pedalplatten, wenngleich wir die Längen und Seitenmontage durch unser Retül- und Fußdrucksystem vornehmen.
Die Folge einer willkürlichen oder gefühlsmäßigen Einstellung der Pedalplatten ist eine nicht optimale Kraftübertragung und kann auch zu schmerzhaften Reizungen der Sehnen und Bänder im Knie- und Sprunggelenk führen. Diese Faktoren haben eine Reduzierung der Leistungsfähigkeit zur Folge, da die Beinkraft nicht optimal in den Antrieb eingeleitet wird. Das KéO-Fit-System hilft uns dabei die richtige Pedalplatte zu finden.
Mit hochsensibler Sensorik erfasst das KéO-Fit-System die natürlichen Bewegungen des Fußes beim Pedalieren und stellt so die Bandbreite fest, die ausschlaggebend für die Wahl der richtigen Pedalplatte ist. Sie erlaubt dem KéO-Fit-Partner die Auswahl der Pedalplatte mit der optimalen Bewegungsfreiheit für Sie.
Um die Leistungsfähigkeit eines Pedals optimal nutzen zu können erfasst das Gerät, ob die Platte mittig zu Ihrer Fußachse steht, so dass Sie die Bewegungsfreiheit optimal symmetrisch ausgenutzt wird und damit die Beweglichkeit des Fußes im Pedal nach innen und außen gleich ist. Mit dem KéO-Fit-System wird der nötige Korrekturbedarf der Pedalplatte ermittelt. Nur so kann sich die Fußposition optimal auf die Anforderungen der verschiedenen Fahrsituationen anpassen und gleichzeitig die Beinkraft verlustfrei in den Antrieb eingeleitet werden.
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